- juliakumpfcoaching
- vor 22 Stunden
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Du stehst morgens auf. Du erledigst deine Aufgaben. Du lächelst, wenn es erwartet wird. Du funktionierst.
Und trotzdem, irgendwo tief in dir, ist da diese leise, hartnäckige Frage:
Ist das alles?
Warum fühle ich so wenig?
Wenn du diese Worte liest und dich darin wiedererkennst: Du bist nicht allein. Und du bist nicht kaputt. Aber dein Inneres sendet dir ein wichtiges Signal. Eines, das es lohnt, wirklich zu hören.
Wenn das Leben funktioniert, aber sich leer anfühlt
Es gibt eine besondere Art von Erschöpfung, über die kaum jemand spricht. Sie kommt nicht vom Nichtstun. Sie kommt vom Zuviel-Funktionieren.
Du bist vielleicht beruflich erfolgreich. Du kümmerst dich um andere. Du hast einen vollen Kalender, einen strukturierten Alltag, Menschen die dich brauchen. Von außen sieht dein Leben gut aus und vielleicht sagst du dir selbst:
"Ich sollte dankbar sein. Anderen geht es schlechter."
Aber innen? Da ist eine merkwürdige Stille. Keine tiefe Ruhe, sondern eine Leere. Als wärst du hinter einer Glasscheibe und schaust auf dein eigenes Leben, ohne es wirklich zu spüren.
Dieses Gefühl hat einen Namen: emotionale Taubheit. Und sie ist häufiger als du denkst.
Warum wir aufhören zu fühlen
Fühlen kostet Kraft. Und irgendwann,oft ohne dass wir es bewusst entscheiden, lernt unser System: Wenn ich nicht fühle, kann ich nicht verletzt werden. Wenn ich funktioniere, bin ich sicher.
Das ist kein Versagen.
Das ist Schutz.
Unser Nervensystem ist unglaublich klug. Es schützt uns vor Überwältigung, indem es die Empfindungen herunterdimmt. Stress, hohe Erwartungen, an uns selbst oder von außen. Alte Wunden, das Gefühl nie genug zu sein oder immer stark sein zu müssen: All das kann dazu führen, dass wir uns innerlich abschneiden.
Vom Schmerz. Aber auch von der Freude. Von der Trauer. Und von uns selbst.
Häufige Auslöser sind zum Beispiel jahrelanges Priorisieren der Bedürfnisse anderer über die eigenen, das Unterdrücken von Gefühlen weil sie "unangemessen" oder "zu viel" wirkten, ein Leben das sich nach den Erwartungen anderer formt statt nach der eigenen Wahrheit, oder anhaltender Stress ohne echte Regeneration.
Die Zeichen, dass du funktionierst, doch nichts mehr fühlst
Vielleicht erkennst du dich in einigen dieser Momente wieder:
Du weißt nicht mehr, was du wirklich willst, nur was du solltest.
Du kannst schöne Dinge erleben, aber sie berühren dich kaum.
Du fühlst dich innerlich flach, obwohl äußerlich alles stimmt.
Du bist müde, doch nicht vom Schlafen, sondern von dir selbst.
Du fragst dich, wer du eigentlich bist, wenn du nicht gerade für jemanden da bist.
Du funktionierst in Beziehungen, doch echte Verbindung fühlt sich weit weg an.
Wenn du dich wieder erkennst und nickst, dann schau genau hin. Denn es ist keine Schwäche. Das ist deine Seele, die sich meldet.
Was hinter dem "Funktionieren" steckt
In unserer Gesellschaft wird Funktionieren belohnt. Wer produktiv ist, wer liefert, wer stark ist, der bekommt Anerkennung. Doch wer Grenzen setzt, wer sagt "ich brauche gerade eine Pause" - der gilt schnell als schwach oder kompliziert.
Viele Frauen lernen früh: Sei stark. Sei da für andere. Hör auf zu klagen. Reiß dich zusammen.
Diese Glaubenssätze setzen sich tief. Und irgendwann sind sie so verinnerlicht, dass wir gar nicht mehr merken, dass wir sie leben. Wir denken, wir sind so. Dabei haben wir uns nur so gemacht, um zu überleben, um dazuzugehören, um geliebt zu werden.
Das Funktionieren ist nicht wer du bist. Es ist eine Strategie, die du einmal gebraucht hast.
Der Weg zurück ins Fühlen

Hier ist die gute Nachricht: Du hast den Zugang zu dir nicht verloren. Er ist nur leise geworden. Still. Verborgen unter vielen Schichten. Unter all den Erwartungen, den To-do-Listen, dem Starkseinkönnen liegt noch immer dein echtes, fühlendes Selbst.
Es wartet. Es ist geduldig. Und es freut sich, wenn du anfängst, wieder hinzuhören.
Der Weg zurück ins Fühlen ist kein Projekt. Es ist eine Einladung. Eine sanfte, ehrliche Begegnung mit dir selbst.
Ein paar erste Schritte die helfen können:
Innehalten - wirklich innehalten. Nicht nur eine kurze Pause zwischen zwei Aufgaben. Sondern Momente, in denen du dich fragst:
Was spüre ich gerade in meinem Körper? Nicht was du denkst oder solltest. Sondern was du spürst. Auch wenn die Antwort zuerst "nichts" ist. Auch das ist Information.
Den Körper einladen. Gefühle leben nicht im Kopf. Sie leben im Körper. Bewegung, die Freude macht. Natur. Wärme. Berührung. Diese Erfahrungen können Brücken zurück ins Fühlen bauen, wenn der Verstand noch blockiert ist.
Dem inneren Kritiker begegnen. Oft ist es eine innere Stimme, die sagt: "Hör auf zu dramatisieren. Anderen geht es schlechter." Diese Stimme meint es gut. Sie wollte dich schützen. Doch sie hält dich auch klein. Ihr liebevoll zu begegnen, statt sie zu bekämpfen oder ihr blind zu folgen, ist ein kraftvoller Schritt.
Professionelle Begleitung suchen. Manchmal braucht es einen sicheren Raum und eine achtsame Begleitung, um wirklich in die Tiefe gehen zu können. Nicht weil du es nicht alleine könntest, sondern weil es einfacher, schneller und tiefer geht, wenn jemand an deiner Seite ist, der den Weg kennt.
Was es bedeutet, wieder zu fühlen
Viele Frauen, die diesen Weg gehen, beschreiben einen Moment, in dem etwas aufgeht. Kein Feuerwerk. Oft eher wie wenn sich ein Fenster öffnet und frische Luft hereinkommt.
Sie weinen wieder und es fühlt sich gut an.
Sie lachen wieder und es klingt echt.
Sie spüren, was sie wollen.
Sie sagen Nein, ohne sich wochenlang schlecht zu fühlen.
Sie wachen morgens auf und haben wieder das Gefühl: Das ist mein Leben. Und ich lebe es.
Das ist keine Utopie. Das ist möglich. Für dich.
Du musst das nicht alleine herausfinden
Ich bin Julia Spiritueller Life Coach für Frauen, die im Außen stark sind, doch sich innerlich nach mehr Tiefe, Ruhe und echter Verbindung sehnen. In meiner Begleitung entsteht ein Raum, der weich ist und ehrlich. Ein Raum, in dem du wieder fühlen darfst.
Ich arbeite intuitiv, sanft und klar, in Einzelsitzungen und individuellen Begleitpaketen, online und in der Region Dresden.
Wenn du spürst, dass etwas in dir bereit ist: Ich bin hier.

Julia Kumpf ist zertifizierter Spiritual Life Coach mit Sitz in der Nähe von Dresden. Sie begleitet Frauen dabei, den Zugang zu sich selbst wiederzufinden, raus aus dem Funktionieren, rein ins Fühlen.
